Aus Daten wird Wissen! – und Sicherheit?

Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen haben den Wert von Daten für technische Prozesse für sich erkannt und machen diesen Wert für die Industrie nutzbar, verbesserte Leistungsparameter und Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit sowie die Abbildung von parallelen und komplexen Prozessen gehen damit einher. Die Vielfalt technischer Entwicklungen in der Automatisierungs- und Informationstechnik sowie zahlreiche Roadmaps in unzähligen Fachmagazinen dokumentieren eindrucksvoll diese Entwicklung. Zu nennen sind unter anderem Leitsysteme und HMI Bedienterminals, Signalgeräte und mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones, auch Softwareprogramme und Apps zählen hierzu, mit denen sich ebenfalls bei Bedarf Zugang zu Maschinen und Anlagensteuerungen verschafft werden kann.

Zahlreiche Unfälle in der Industrie, die im Zusammenhang mit komplexen Maschinen und Anlagen stehen, weisen häufig eine bedeutende Gemeinsamkeit auf – den Faktor Mensch. Unfalluntersuchungen aus der Luft- und Raumfahrt zeigen, das vorhandene Signal- und Datenmengen komplexe Prozesse nicht zwangsläufig sicherer machen, sondern Fehler und Fehlhandlungen durch Menschen begünstigen können. Das ist insbesondere auch dann der Fall, wenn ein oder mehrere Entscheider und Bediener mit zu vielen Informationen überfordert werden und Einzelentscheidungen im Gesamtsystem treffen, oft innerhalb weniger Augenblicke. Kein Wunder also, dass Unfallberichte dramatischer Unglücke dann oft auf menschliches Versagen hinweisen.

Die Ursache ist einfach erklärt.  Aus Signalen und Daten generiert sich der Mensch ein möglichst realitätsnahes Abbild einer eintretenden Situation.  Der Mensch selbst ist es, der darüber bestimmt, welche Informationen technischer und organisatorischer Vorgänge er in sein individuelles „Sicherheitsmodell“ hineinlässt und darauf aufbauend eine Entscheidung trifft oder eine Handlung unmittelbar ausführt. Im Kopf läuft eine Reduzierung, Kanalisierung und Hypothesenbildung ab. Selbst wenn die Folgen des Handelns katastrophal sind, im entscheidenden Augenblick sind sie dem Menschen nicht bewusst.  Die Qualität und Menge der Informationen haben so maßgeblichen Einfluss auf die Unglücksentwicklung.

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